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Hannes Mlenek

Geboren am 30.5.1949 in Wiener Neustadt. Seit 1976 freischaffender Künstler.
Lebt und arbeitet in Wien und NÖ. Mitglied des Wiener Künstlerhauses.
Seit 1978 rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Zahlreiche Preise, Stipendien und Anerkennungen.
Generationen von Kritikern galt Hannes Mlenek aufs immer wieder Neue als „Entdeckung“. Heute sind seine „grafischen Malereien“ unter anderem im Lentos, in der Albertina, und in den Sammlungen Essl, Liaunig und Angerlehner zu sehen.
Ein durch und durch g’standenes Mannsbild, Leiberl, muskulös, Glatze, Schnauzbart. Er steigt durch einen Spalt in der Leinwand in eines seiner Bilder, entjungfert es sozusagen. Ein machistischeres Foto kann es in der Kunst kaum geben, denkt man bei sich. Und denkt falsch. Denn es ist anders als es scheint, Hannes Mlenek ist kein Macho. „Das war ich nie!“, lacht der Maler auf. Im Gegenteil, er versucht reflektiert mit dieser Rolle des Maler-Meister-Mannes umzugehen, provoziert das Klischee einerseits, stellt es in seinen Bildern andererseits in Frage. Ein seltenes Exemplar in der aktuellen Kunstszene, zweifellos, sonst sind es vor allem Künstlerinnen, die sich kritisch mit Rollenmustern beschäftigen.
Die Maler malen vor allem, und oft am liebsten groß und kraftvoll. Das tut Mlenek allerdings auch. Seine Formate sind im extremsten Fall 20 mal 30 Meter, wie sein Teppich, der bei der Architekturbiennale Venedig 2000 im Arsenal ausgelegt wurde. Und „kraftvoll“ wäre fas eine Untertreibung bei dem expressiven Strich, mit dem er die Fläche energetisiert.
„Grafische Malerei“ wurde seine Art, mit einem Öl-Stick auf weiße, teils wie gespachtelt wirkende Acryl-Schwaden zu zeichnen, genannt. Es braucht eine Zeit, bis man sich eingesehen hat in das erst chaotisch wirkende Liniengeflecht. Erst langsam findet der Blick die Figur, besser gesagt ihre Fragmente, und setzt sie zusammen: die Wölbung eines Gesäßes, ein Schenkel, ein Knie, ein Rückgrat. Akte, Frauenakte, assoziiert man sofort. Aber nein, es sind muskulöse Männer. Nicht dargestellt als Maß aller Dinge, wie einst bei Anton Kolig aus dem Nötscher Kreis. Mleneks Gestalten sind alles andere als vollkommen, sie sind zerstückelt. Und im interessantesten Fall geschlechtlich gar nicht zuordenbar, zweigeschlechtlich, Menschen eben. „Männerakte haben mehr mit mir selbst zu tun, diesen Körper kann ich zerstören, entstellen, verzerren – bei einem Frauenkörper wäre ich sofort ein Sexist, wenn ich ihn entweder zu ästhetisch darstelle oder wenn ich ihn zerstöre.“
Der Entdecker
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Enfant terrible
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Frivole Versuchung
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Serie Menetekel
Serie Menetekel "Die Eroberung"
Weiblicher Akt - abstrahiert
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